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Steckbrief Hallwilersee

Einzugsfläche:
Seefläche:


Max. Tiefe:
Seepegel:
Wasser-
Aufenthaltszeit:

128 km2
10.2 km2
(1/6 LU,
5/6 AG)
47 m
449 m.ü.M.
3.9 Jahre

Steckbrief Baldeggersee

Einzugsfläche:
Seefläche:
Max. Tiefe:
Seepegel:
Wasser-Aufenthaltszeit:

68 km2
5.2 km2
66 m
463 m.ü.M.
4.2 Jahre

Geschichte

Zwischen Erlosen und Lindenberg liegt das Seetal. Geprägt wird das Tal von seinen zwei Seen. Hallwiler- und Baldeggersee sind Kinder der Eiszeit, die der Reussgletscher auf seinem Rückzug hinterliess. Wertvoll sind die unverbauten und noch natürlichen Uferabschnitte mit seltenen Wasser- und Sumpfpflanzen. Auf beiden Seen fangen Fischer ihren Brotfisch, den Felnchen. Der Hallwilersee bietet Möglichkeiten für Erholung und Wassersport. Baldegger- und Hallwilerseen gehören dem Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung an. Nichts deutet heute darauf hin, dass beide Seen durch den Eintrag von Abfall- und Düngstoffen krank geworden sind, sich jahrzehntelang in bedenklichem Zustand befanden und nur dank intensiven Bemühungen des Gemeindeverbandes und anderer Protagonisten wieder erholt haben.

1883: Die Seetalbahn wird eröffnet. Die Industrialisierung setzt auch im Seetal ein und zeigt Folgen: Abwässer fliessen ungereinigt in die Seen.

1940: Der Felchenbestand im Baldeggersee bricht völlig zusammen. Verkauf des Sees an Pro Natura.

1950er-Jahre: Im Tiefenwasser kann kein Sauerstoff mehr nachgewiesen werden. Fischsterben im Baldeggersee.

1960er-Jahre: Der Bau der Abwasserreinigungsanlagen entlastet die Seen. Die Belastung mit Düngstoffen und Pestiziden aus der Landwirtschaft ist massiv. Fischsterben im Hallwilersee.

1970er-Jahre: Der Phosphorgehalt erreicht im Baldeggersee einen Extremwert von 520 mg/m3 (Ziel: 30mg).

1980er-Jahre: Phosphatverbot in Waschmitteln. Beschränkung des maximalen Tierbestandes. Als weltweit erster See wird der Baldeggersee belüftet. Es gelingt, die Phosphoranreicherung in den Seen aufzuhalten.

1990er-Jahre: Uferschutzkonzept, ökologischer Leistungsnachweis: Der Phosphoreintrag in die Seen wird gebremst.

2000-heute: Phosphorprojekt, Pufferstreifen, schonende Bodenbearbeitung helfen: Die Phosphorbelastung sinkt markant. Beim Sauerstoff hingegen kann der Zielwert von mindestens 4 mg Sauerstoff pro Liter auch heute noch nur mit der künstlichen Belüftung eingehalten werden.

Morgen: Die Artenvielfalt des Phytoplanktons hat sich zwar erhöht, das Wasser ist klarer geworden (dies ermöglicht auch das bessere Aufkommen von Makrophyten rund um das Seeufer) - trotzdem haben beide Seen ihre natürliche Regenerationsfähigkeit noch nicht wieder erlangt. Die Belüftung muss deshalb bis mindestens 2016 weitergeführt werden.
 

 

 

 

 

 

 

 

   
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